🧱 Spiel

Ich-Botschaft-Baukasten: Satz für Satz formulieren

Wähle eine Situation, dein Gefühl, was dir wichtig ist, und eine Bitte – der Baukasten setzt daraus einen Satz zusammen, den du so sagen kannst. Du tippst nichts ein, nichts wird gespeichert oder gesendet.

So ist eine Ich-Botschaft aufgebaut

  1. Situation: Was ist konkret passiert? Beschreibe es so, dass eine Kamera es hätte aufnehmen können – ohne „immer“, „nie“ oder Eigenschaften wie „faul“.
  2. Gefühl: Was löst das in dir aus? Ärger, Stress, Enttäuschung oder Sorge gehören dir und lassen sich schwer bestreiten.
  3. Bedürfnis: Warum ist dir das wichtig? Erst dieser Teil macht verständlich, worum es dir eigentlich geht.
  4. Bitte: Was soll sich ändern? Eine kleine, machbare Bitte oder eine offene Frage gibt deinem Gegenüber eine Möglichkeit, darauf einzugehen.

Hintergrund, Grenzen und weitere Beispiele findest du im Methodenartikel Ich-Botschaften. Der Aufbau ähnelt den vier Schritten der Gewaltfreien Kommunikation.

Beispiele: Du-Botschaft und Ich-Botschaft im Vergleich

Stolperfallen, die der Baukasten anzeigt

Manche Wörter klingen nach Gefühl oder Begründung, enthalten aber ein Urteil über dein Gegenüber. Wenn du sie auswählst, erklärt der Baukasten, warum sie eher Abwehr auslösen:

Eine Ich-Botschaft garantiert kein Einverständnis. Sie senkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Gegenüber angegriffen fühlt – die Lösung müsst ihr trotzdem gemeinsam finden. Wenn du üben willst, wie du auf typische Gegenreaktionen antwortest, probier den Gesprächs-Trainer.